USt-Übersicht
Die USt-Übersicht zeigt, wie viel Umsatzsteuer du deinen Kunden in Rechnung gestellt hast, aufgeteilt nach Steuersatz. Du siehst auf einen Blick, wie sich deine Umsätze auf die Steuersätze verteilen, etwa 20 %, 13 %, 10 %, 4,9 % oder 0 %, und welche Steuerbeträge dabei entstanden sind, für ein ganzes Jahr oder ein einzelnes Quartal.
Du findest sie im Menü unter Auswertungen > USt-Übersicht.
Wofür du sie brauchst
- Kontrolle der Steuersätze: Steht ein Umsatz bei einem Satz, bei dem du ihn nicht erwartest, ist vielleicht auf einer Rechnung der falsche Steuersatz eingetragen.
- Umsätze je Steuersatz: Wenn du Leistungen zu verschiedenen Sätzen verrechnest, siehst du hier, wie viel auf jeden Satz entfällt.
- Für die Steuerberatung: Die Werte lassen sich als CSV-Datei herunterladen.
Als Kleinunternehmer steht hier in der Regel alles bei 0 %, weil deine Rechnungen keine Umsatzsteuer enthalten.
So liest du die Seite
- Wähl oben mit den Pfeilen das Jahr.
- Wähl Ganzes Jahr oder ein Quartal von Q1 bis Q4.
- Die Überschrift zeigt den Zeitraum, etwa „Q1 2026 (Jän-Mär)“, und daneben die Zahl der Rechnungen.
- Die Tabelle zeigt für jeden Steuersatz, der auf deinen Rechnungen vorkommt, den Netto-Umsatz, die USt. und den Brutto-Betrag, unten die Summe.
- Mit CSV exportieren lädst du die Tabelle herunter.
Was gezählt wird
Gezählt werden alle abgeschlossenen Rechnungen, egal ob offen, überfällig, teilbezahlt oder bezahlt. Entwürfe zählen nicht. Maßgeblich ist das Rechnungsdatum, nicht das Zahlungsdatum.
Bei Stornos gilt: Eine stornierte Rechnung zählt in ihrem Zeitraum, und die Stornorechnung mindert den Zeitraum, in dem sie ausgestellt wurde. So bleibt nachvollziehbar, in welchem Zeitraum was passiert ist.
Gibt es im gewählten Zeitraum keine abgeschlossenen Rechnungen, steht dort „Keine finalisierten Rechnungen im gewählten Zeitraum.“
Was sie nicht ist
Die USt-Übersicht wird leicht mit anderen Dingen verwechselt. Sie ist:
- nicht dein Steuerkonto beim Finanzamt in FinanzOnline. Dort siehst du, was du tatsächlich gemeldet und bezahlt hast. Der Bericht hieß früher selbst „Steuerkonto“ und wurde genau wegen dieser Verwechslung umbenannt.
- keine Umsatzsteuervoranmeldung. Vorsteuer aus deinen Eingangsrechnungen und die Zahllast stehen hier nicht. Dafür gibt es die UVA-Vorbereitung.
Unterschied zu E/A-Rechnung und UVA
| Auswertung | Zählt nach | Zeigt |
|---|---|---|
| USt-Übersicht | Rechnungsdatum | Umsatzsteuer deiner Ausgangsrechnungen je Steuersatz |
| E/A-Rechnung | Zahlungsdatum | Einnahmen, Ausgaben und Gewinn oder Verlust |
| UVA-Vorbereitung | wählbar: Zahlungsdatum (Ist) oder Rechnungsdatum (Soll) | Kennzahlen der Umsatzsteuervoranmeldung mit Vorsteuer und Zahllast |
Versteuerst du nach Soll, also nach Rechnungsdatum, sollten die Netto-Umsätze je Steuersatz in der USt-Übersicht und in der UVA-Vorbereitung für dasselbe Quartal zusammenpassen. Bei der Steuer kann es kleine Rundungsunterschiede geben, weil die UVA-Vorbereitung sie wie das Formular aus der Summe berechnet. Bei Ist-Versteuerung unterscheiden sie sich, sobald Rechnungen in einem anderen Zeitraum bezahlt werden, als sie ausgestellt wurden.
Tipp
Siehst du bei 0 % Umsätze, die eigentlich steuerpflichtig sein müssten, öffne die betroffene Rechnung und prüf den Steuersatz der Positionen. Bei Kunden im EU-Ausland mit UID-Nummer ist 0 % mit Reverse-Charge-Hinweis dagegen gewollt.