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UVA-Vorbereitung ​

Die Umsatzsteuervoranmeldung, kurz UVA, meldest du dem Finanzamt monatlich oder vierteljährlich. Darin steht, wie viel Umsatzsteuer du deinen Kunden verrechnet hast und wie viel Vorsteuer du aus deinen Eingangsrechnungen abziehst. Die Differenz ist deine Zahllast, die du ans Finanzamt zahlst, oder eine Gutschrift.

Die UVA-Vorbereitung rechnet dir die Kennzahlen des Formulars U30 aus deinen Ausgangs- und Eingangsrechnungen vor. Du findest sie im Menü unter Auswertungen > UVA-Vorbereitung. Die fertigen Werte kannst du als Datei für FinanzOnline herunterladen, siehe UVA an FinanzOnline senden, oder selbst in FinanzOnline übertragen. BillPilot meldet nichts automatisch.

Zeitraum und Versteuerungsart wählen ​

  1. Wähl oben mit den Pfeilen das Jahr.
  2. Wähl Monat oder Quartal, je nachdem, wie du die UVA abgibst. Beim Monat wählst du ihn in der Liste, etwa Jänner, beim Quartal klickst du auf Q1 bis Q4.
  3. Wähl Ist-Versteuerung oder Soll-Versteuerung.

Beim Öffnen ist der letzte abgeschlossene Monat beziehungsweise das letzte abgeschlossene Quartal vorgewählt. Deine Wahl zwischen Monat und Quartal und zwischen Ist und Soll merkt sich BillPilot für das nächste Mal.

Ist oder Soll? ​

Ist-VersteuerungSoll-Versteuerung
Umsätze zählennach Zahlungseingangnach Rechnungsdatum
Teilzahlungennur der bezahlte Anteilganze Rechnung
Vorsteuer zählterst, wenn der Beleg bezahlt ist, nach Zahlungsdatumnach Rechnungsdatum, auch wenn noch offen

Wähle, was für dich gilt. Die meisten Kleinbetriebe mit Dienstleistungen versteuern nach Ist. Bist du unsicher, frag deine Steuerberatung.

Was in der Tabelle steht ​

Die Überschrift zeigt den Zeitraum, etwa „UVA 10/2026“, mit Datum von bis und der Basis. Darunter folgen die Kennzahlen (KZ) mit Bemessungsgrundlage, also dem Nettobetrag, und Steuer:

KennzahlInhalt
000Gesamtbetrag der Bemessungsgrundlagen deiner eigenen Umsätze
022Umsätze zum Normalsteuersatz 20 %
029, 006Umsätze zu den ermäßigten Sätzen 10 % und 13 %
124Umsätze zum ermäßigten Satz 4,9 %, ab dem Zeitraum 07/2026
057Steuerschuld aus Reverse Charge (Dienstleistungen aus dem Ausland)
070Innergemeinschaftliche Erwerbe (Waren aus der EU)
060Gesamtbetrag der Vorsteuern aus deinen Eingangsrechnungen
065Vorsteuer aus innergemeinschaftlichen Erwerben
066Vorsteuer aus Reverse Charge
095Zahllast oder Gutschrift

Die Zeilen 057, 070, 065 und 066 erscheinen nur, wenn im Zeitraum etwas darin steht. Wie diese Werte entstehen, erklärt Rechnungen aus dem Ausland.

Bei jedem Steuersatz steht, wie viele Positionen eingeflossen sind. In Kennzahl 060 steht die Zahl der Belege. Stornorechnungen mindern den Zeitraum, in dem sie ausgestellt wurden.

Wie BillPilot die Steuer berechnet ​

Die Steuer je Kennzahl berechnet BillPilot so, wie es das Formular macht: aus der Summe der Bemessungsgrundlage mal Steuersatz. Auf deinen Rechnungen wird die Steuer dagegen je Position gerundet. Dadurch können wenige Cent Unterschied entstehen. Ab 5 Cent zeigt BillPilot beim Steuersatz eine Zeile wie „Rundung: Summe der Belege ... , berechnet ...“, damit du den Unterschied nachvollziehen kannst.

Was in die Vorsteuer (060) kommt ​

In Kennzahl 060 zählt die Umsatzsteuer aus deinen Eingangsrechnungen. Nicht enthalten sind:

  • ausländische Umsatzsteuer, weil sie in Österreich nicht als Vorsteuer abziehbar ist,
  • Belege, die du als Reverse Charge oder Ware aus der EU eingestuft hast, sie stehen in 066 beziehungsweise 065,
  • Belege in Fremdwährung, die noch nicht in Euro umgerechnet sind,
  • bei Ist-Versteuerung Belege, die noch nicht bezahlt sind oder kein Zahlungsdatum haben.

Prüflisten ​

Unter der Tabelle stehen Sonderfälle, die BillPilot nicht still einrechnet. Jede Liste zeigt die Zahl der Fälle und eine kurze Erklärung. Ein Klick auf einen Eintrag öffnet die Rechnung oder den Beleg.

ListeWas dahintersteckt
Bitte prüfenFehlende Zahlungsdaten, Teilzahlungen, Stornos bereits bezahlter Rechnungen und ähnliche Hinweise
Ausgangsrechnungen mit 0 %Nicht in KZ 000 enthalten. Leistungen an Unternehmen im EU-Ausland gehören in die Zusammenfassende Meldung, steuerfreie Umsätze in die passende Kennzahl.
Unbekannter SteuersatzPositionen mit einem Satz, den es in Österreich nicht gibt. Sie sind nicht eingerechnet.
Auslandsbezüge, noch nicht eingestuftAusländische Lieferanten ohne Umsatzsteuer. Bitte beim Beleg unter Umsatzsteuer einstufen.
Ausländische UmsatzsteuerNicht als Vorsteuer abziehbar und daher nicht in KZ 060
Belege in FremdwährungNoch nicht in Euro umgerechnet

Gibt es nichts zu beanstanden, steht dort „Keine Auffälligkeiten im Zeitraum.“ Sieh die Listen in jedem Fall durch, bevor du die Werte meldest.

Datei für FinanzOnline ​

Unter der Tabelle steht der Kasten Datei für FinanzOnline. Ist alles bereit, lädst du dort die UVA als Datei herunter. Fehlt noch etwas, nennt BillPilot die Gründe, zum Beispiel einen noch nicht abgeschlossenen Zeitraum oder eine fehlende Steuernummer. Gibt es Belege in Fremdwährung, findest du im Kasten auch den Knopf In Euro umrechnen. Alles Weitere steht unter UVA an FinanzOnline senden.

CSV-Export ​

Mit CSV exportieren lädst du die Kennzahlen und die Liste der zugrunde liegenden Ausgangs- und Eingangsbelege als Datei herunter. Das ist praktisch für deine Unterlagen oder für die Steuerberatung.

Kleinunternehmer ​

Als Kleinunternehmer musst du in der Regel keine UVA abgeben, deshalb ist der Menüpunkt dann ausgeblendet. Ausnahme: Leistungen ausländischer Unternehmen ohne Umsatzsteuer, etwa Werbung bei Google oder Meta. Dafür schuldest du die österreichische Umsatzsteuer, und die UVA-Vorbereitung erscheint wieder. Vorsteuer setzt BillPilot bei Kleinunternehmern nicht an, ein Hinweis erklärt das. Mehr unter Kleinunternehmer.

Keine Steuerberatung

Die UVA-Vorbereitung rechnet mit dem, was in deinen Rechnungen und Belegen steht. Sie ersetzt keine steuerliche Beratung. Prüf die Werte, bevor du sie meldest.