Belege in Fremdwährung
Viele Online-Dienste rechnen in US-Dollar ab, manche Lieferanten in Pfund oder Schweizer Franken. Für deine Buchhaltung in Österreich brauchst du aber Euro: Die UVA und die E/A-Rechnung rechnen ausschließlich in Euro. BillPilot nimmt dir die Umrechnung ab und hält dabei fest, woher die Euro-Beträge kommen.
Automatisch beim Speichern
Hat ein Beleg eine andere Währung als Euro, rechnet BillPilot ihn beim Speichern in Euro um. Das gilt für Belege aus dem Belegeingang, egal ob hochgeladen oder per E-Mail eingegangen, und für Belege, bei denen du über Bearbeiten eine Fremdwährung wählst.
Verwendet wird der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Rechnungsdatum. Die EZB veröffentlicht an Wochenenden und Feiertagen keinen Kurs. Dann nimmt BillPilot den letzten Kurs am oder vor dem Rechnungsdatum, bei einer Rechnung vom Sonntag also den Kurs vom Freitag.
Das österreichische Umsatzsteuergesetz (§ 20 Abs. 6 UStG) erlaubt für die Umrechnung neben den Durchschnittskursen des Finanzministeriums auch den zuletzt veröffentlichten Kurs der EZB.
So rechnet BillPilot
- BillPilot holt den EZB-Kurs für die Währung und das Rechnungsdatum. Einmal geladene Kurse speichert es, damit dieselbe Abfrage nicht immer wieder nötig ist.
- Netto und Umsatzsteuer werden jeweils durch den Kurs geteilt und auf Cent gerundet.
- Der Bruttobetrag in Euro ist die Summe aus umgerechnetem Netto und umgerechneter Steuer. So passen die drei Beträge immer zusammen.
- Ist ein Beleg aufgeteilt, rechnet BillPilot jeden Teilbetrag mit demselben Kurs um.
- Der Beleg steht danach auf Euro.
Was am Beleg gespeichert bleibt
Die ursprünglichen Beträge gehen nicht verloren. BillPilot speichert die Originalwährung, die Originalbeträge, den verwendeten Kurs und das Datum des Kurses. In der Detailansicht des Belegs steht zum Beispiel:
Umgerechnet aus 50,00 £ mit dem EZB-Referenzkurs vom 09.10.2026 (1 EUR = 0,84763 GBP).
So kannst du jederzeit nachvollziehen, wie der Euro-Betrag zustande kam, auch Jahre später oder wenn deine Steuerberatung nachfragt.
Abweichung zum Kontoauszug
Deine Bank oder dein Kreditkartenanbieter rechnet meist mit einem eigenen Kurs und manchmal mit Gebühren. Der abgebuchte Euro-Betrag kann deshalb vom umgerechneten Betrag abweichen. Möchtest du lieber den tatsächlich abgebuchten Betrag verwenden, öffne den Beleg, klick auf Bearbeiten und überschreib die Euro-Beträge. Die gespeicherten Originalbeträge bleiben dabei erhalten.
Welcher Betrag?
Ob du den umgerechneten Betrag nach EZB-Kurs oder den tatsächlich abgebuchten Betrag ansetzt, etwa wegen Bankgebühren, klärst du im Zweifel mit deiner Steuerberatung. BillPilot ist keine Steuerberatung, es stellt dir beide Wege zur Verfügung.
Ältere Belege umrechnen
Belege, die erfasst wurden, bevor BillPilot automatisch umgerechnet hat, stehen eventuell noch in der Fremdwährung. Du erkennst sie an der Währung in der Liste und an einem Hinweis in der Detailansicht: „Dieser Beleg ist in USD. Für UVA und E/A-Rechnung rechnet BillPilot ihn mit dem EZB-Referenzkurs zum Rechnungsdatum in Euro um.“
Solche Belege rechnest du mit In Euro umrechnen um, auf zwei Wegen:
- Einzeln im Beleg: Öffne die Eingangsrechnung und klick im Hinweis auf In Euro umrechnen.
- Alle auf einmal in der UVA-Vorbereitung: Gibt es noch nicht umgerechnete Belege, steht im Kasten Datei für FinanzOnline der Knopf In Euro umrechnen. Er rechnet alle noch offenen Fremdwährungsbelege deines Unternehmens um und meldet, wie viele umgerechnet wurden.
Solange ein Beleg in Fremdwährung nicht umgerechnet ist, steht er in der UVA-Vorbereitung auf der Prüfliste Belege in Fremdwährung. Er fließt dann nicht in die Vorsteuer ein, und BillPilot erstellt für diesen Zeitraum keine UVA-Datei für FinanzOnline.
Wenn die Umrechnung nicht klappt
Für eine Währung, zu der die EZB keinen Referenzkurs veröffentlicht, oder wenn die EZB gerade nicht erreichbar ist, kann BillPilot nicht umrechnen. Der Beleg bleibt dann in der Fremdwährung, und beim Umrechnen erscheint ein Hinweis wie „Für USD zum 09.10.2026 ist kein EZB-Kurs verfügbar.“ Du kannst es später noch einmal versuchen oder die Beträge selbst in Euro eintragen: Über Bearbeiten die Euro-Beträge eintragen und als Währung EUR wählen.
Typische Fragen
Ich erfasse einen Beleg über „Einzeln erfassen“. Wo wähle ich die Währung?
Im Formular Einzeln erfassen steht unter den Beträgen das Feld Währung (EUR, USD, GBP, CHF). Wähl die Währung des Belegs und trag die Beträge so ein, wie sie auf dem Beleg stehen. Beim Speichern rechnet BillPilot mit dem EZB-Kurs zum Rechnungsdatum in Euro um und merkt sich die Originalbeträge.
Was passiert mit dem Rechnungsdatum in der Zukunft?
Liegt das Rechnungsdatum nach dem heutigen Tag, gibt es dafür noch keinen Kurs. BillPilot verwendet dann den aktuellsten verfügbaren Kurs.
Ist ein ausländischer Beleg damit schon richtig erfasst?
Die Umrechnung klärt nur die Währung. Ob auf dem Beleg Umsatzsteuer steht oder ob du die Steuer selbst schuldest, ist eine eigene Frage. Das erklärt die Seite Rechnungen aus dem Ausland.